Am Kletterturm am Teufelsberg ist wegen Ausbildungsveranstal- tungen öffentliches Klettern nur sehr eingeschränkt möglich am:
September: 24.-25. und 18.-19.09.
Unterhalb des Eisdomes des Großen Möselers zieht das Furtschaglkees von Südosten hinab auf das Furtschaglhaus zu, das von der Sektion Berlin im Jahre 1889 erbaut worden ist. Dieses Haus ist die zweitälteste Bergsteigerunterkunft, die wir Berliner errichtet haben. Sie liegt etwa 500 m über dem südlichen Ende des Stausees - dem Schlegeisspeicher - östlich oberhalb des innersten Schlegeisgrundes auf 2.295 m Höhe. Die Aussicht von der Terrasse des Furtschaglhauses ist großartig. Von Südosten zieht sich nach Südwesten das Gletscherfeld des Schlegeiskeeses, überragt von Eis- und Felsgipfeln: Im Südwesten vom Hochfeiler (3.510 m) mit seiner etwa 300 Meter hohen und 60 Grad geneigten Eiswand, im Süden vom Weißzint (3.380 m), im Südosten vom Großen Möseler (3.478 m).
Im Osten der Hütte ragen die Furtschaglspitze (3.188 m) und das Schönbichler Horn (3.133 m) auf. Der Übergang vom Furtschaglhaus über das Schönbichler Horn zur Berliner Hütte - dem ältesten Haus unserer Sektion - ist ein Teilabschnitt des Berliner Höhenweges.
Er gilt als einer der schönsten Übergänge von Hütte zu Hütte und lohnendsten Bergfahrten in den Zillertaler Alpen.
Das Furtschaglhaus mußte in langwieriger und schwieriger Arbeit von Grund auf saniert werden: von den Grundmauern bis zum Dach. Etwa zehn Jahre lang dauerten diese Arbeiten.
1992 war die Sanierung im Wesentlichen abgeschlossen, als letzter Bauteil konnte im Jahr 2000 die Aussichtsveranda erneuert werden und 2001 wird ein neues Wasserkraftwerk die Hütte mit umweltfreundlicher Energie versorgen.
Über die alte Hütte schrieb Sepp Schnürer in seinem Buch "Die Hohe Route der Ostalpen" (1974):
"Das Furtschaglhaus in den Zillertaler Alpen hat sich eines bewahrt: es ist noch Heim im alten traditionellen Sinne des Alpenvereins, ... Die Berge wie die Hütte haben ihr Gesicht behalten, nur die Menschen haben sich verändert." - Kann man ein schöneres Loblied auf eine Hütte formulieren? Es gilt auch nach der Sanierung für das Furtschaglhaus.
Und auch das gilt heute noch was damals Sepp Schnürer schrieb: "Der Hüttenwirt kann seine Gäste in vier Kategorien einteilen: die Bergsteiger, sie haben fast alle den Großen Möseler im Sinn; die Wanderer, sie wollen über das Schönbichler Horn zur Berliner Hütte oder kommen begeistert von diesem schönen Übergang; die extremen Eisgeher, die sehen nur ein Ziel - die Hochfeiler Nordwand! Die Tagesgäste kommen zur Mittagszeit, bei einer guten Mahlzeit vergessen sie den argen 'Kniebeißer' vom Stausee herauf".
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